Ausgezählt.

Gestern war Wahltag, heute wurden die Stimmen für den Gemeinderat ausgezählt. Leider hat es nicht geklappt, ich hatte zwar stolze 4989 Stimmen, mit denen ich beim letzten Mal sogar in den Gemeinderat gekommen wäre. Dieses Mal haben wir mit 19,62% leider nur sechs Sitze errungen. Ich bin auf Platz acht gelandet:

Das vorläufige amtliche Endergebnis für die CDU bei der Gemeinderatswahl in Leonberg.

Ich hatte bis heute kein Gefühl dafür, wieviele Stimmen ich bekommen könnte. Als Ziel setzte ich mir die etwa 4.700 Stimmen, die man beim letzten Mal brauchte, um in den Gemeinderat zu kommen, aber ich wusste nicht einmal ansatzweise, ob das realistisch ist.

Nun, ich habe dieses Ziel tatsächlich erreicht, sogar etwas übertroffen und es fühlt sich sehr gut an, obwohl ich nicht in den Gemeinderat gekommen bin! Ein ganz großes Dankeschön an alle, die mir ihre Stimme oder sogar mehrere gegeben haben!! Und auch, wenn es heute nicht gereicht hat, so sind die Stimmen dennoch nicht verloren: ich werde auf jeden Fall weiter aktiv bleiben, die Lokalpolitik verfolgen und mich einbringen, soweit das als Nicht-Gemeinderat möglich ist.

Und morgen wird ja noch in Warmbronn ausgezählt ;-).

Noch ein paarAnmerkungen zur Auszählung und den Ergebnissen. Heute mittag um kurz nach eins habe ich zum ersten mal in der App nach den Ergebnissen geschaut: Frau Staubach hatte 120 Stimmen, Willy Wendel 108, ich habe dann nach mir geschaut und musste erst einmal scrollen: 20 Stimmen, sehr weit unten. Da dachte ich, na, das wird wohl doch eine etwas peinliche Angelegenheit ;-).

Dann hat mir mein Sohn gegen zwanzig nach vier den folgenden Zwischenstand geschickt:

Zwischenstand um 16:18.

Das wäre echt eine Sensation gewesen 😉

Aber mir war schnell klar, dass das nicht sein könnte. Meine Vermutung: die Warmbronner Stimmen sind bereits ausgezählt und dort kennt man mich natürlich deutlich besser als in Leonberg. Was bedeutet, dass ich im weiteren Verlauf wieder weite nach hinten rutschen würde. Und so kam es ja dann auch.

Gegen 18:30 schaffte ich es dann ins Rathaus, dort konnte ich die Auszählung live verfolgen, die Updaterate war hier auch deutlich besser als in der App.

Rathaus-auszählungs-stimmung

Natürlich war die Stimmung in der CDU-Fraktion nicht gerade euphorisch, wir hatten immerhin gut 5% verloren. Andererseits waren wir einig, dass wir einen guten Wahlkampf geleistet haben und auf der lokalen Ebene eigentlich gute Arbeit geleistet haben. Die Ursachen für unseren Stimmenrückgang lassen sich nicht wirklich gut identifizieren, aber die Vermutung liegt natürlich nahe, dass die bei der Europawahl zu sehende Tendenz auch uns auf der lokalen Ebene getroffen hat. Welche Schlüsse daraus gezogen werden müssen, werden wir in der nächsten zeit klären müssen.

Jetzt warte ich auf die Auszählung von Warmbronn …

Die Europawahl

Die Ergebnisse der Europawahl vom letzten Sonntag waren für die CDU ziemlich erschütternd. Minus 7,4 %-Punkte, fast ein Viertel unserer Wähler ist uns verloren gegangen, das ist definitiv dramatisch. Schlimmer wird die Situation, wenn man sich noch genauer anschaut, in welchen Größenordnungen wir Wähler in den verschiedenen Altersgruppen verloren haben:

Je jünger, desto dramatischer die Verluste und desto geringer der Anteil an CDU-Wählern!

Wenn wir bei der letzten Europawahl noch 27% CDU-Wählerinnen und -Wähler in der jüngsten Gruppe hatten, so haben wir nun mehr als 55% davon verloren!! Und in der nächstälteren Gruppe sind es immer noch fast 40% weniger!. Das ist eine echte Katastrophe, die sich beileibe nicht nur durch die Ereignisse der Wochen, speziell das Video von Rezo, erklären lässt (Ich empfehle jedem CDU-Mitglied, sich dieses Video komplett anzuschauen! Das ist eine wesentliche Voraussetzung, um sinnvoll diskutieren zu können, wie es weitergehen soll. Und ja, das macht nicht wirklich Spaß, sondern tut echt weh!).

Natürlich gibt es eine ganze Reihe von Dingen, die wir besser machen müssen, nicht nur die Kommunikation mit den jungen Wählern. Hierfür benötigen wir eine intensive innere Diskussion, die in den nächsten Wochen und Monaten geführt werden muss. Hierzu werde ich mir auch intensiv Gedanken machen und sie bei Gelegenheit hier veröffentlichen.

DIe wesentlichen Punkte sind meiner Meinung nach :

  • Klimaschutz und Energie
  • Netzpolitik und Digitalisierung
  • Kommunikation mit den jungen Menschen in unserem Land (und das beinhaltet nach der oben stehenden Graphik gut die Hälfte unserer Bevölkerung)
  • die Entwicklung klarer Positionen
  • Konsequenz und ein stringentes Konzept bei der Umsetzung

Vor dem Hintergrund meiner Aktivitäten in der Mittelstandsvereinigung MIT ist auch noch die folgende Umfrage von großer Bedeutung: 71% der Befragten stimmten der Aussage zu, dass die CDU zu nah an der Wirtschaft sei. Andererseits sehen viele die Kompetenz für Wirtschaftsfragen eindeutig bei der CDU (47%) und auch bei der Frage, wer die besten Antworten auf die Fragen der Zukunft hat, haben uns die Grünen noch nicht überholt (18% gegenüber 17%). Hier müssen wir offensichtlich unser Profil noch etwas schärfen und insbesondere jeden Anschein von „Kungelei“ ausräumen.

Es gibt also noch viel zu tun …

Kreisvorsitzender bei der MIT

Heute tagte der Kreisverband Böblingen der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU (MIT) in Leonberg-Höfingen. Auf der Tagesordnung stand dabei auch die Wahl des neuen Vorstands. Der bisherige Vorsitzende, Oliver Zander, wurde im Herbst letzten Jahres zum Landesvorsitzenden gewählt, so dass er nach einem Nachfolger für den Kreisverband Böblingen suchte, da die Arbeit auf der Landesebene natürlich sehr zeitintensiv ist.

Ich bin zwar erst seit kurzem Mitglied in der MIT, aber der Mittelstand liegt mir schon lange am Herzen. Daher musste ich auch nicht lange überlegen, als Oliver Zander mich fragte, ob ich mir vorstellen könnte, sein Nachfolger zu werden. Allerdings muss der Vorsitzende natürlich gewählt werden und dazu kamen heute abend gut 20 Mitglieder bei perma-trade in Höfingen zusammen. Gemeinsam mit den anderen Kandidaten für die Vorstandspositionen stellte ich mich vor und unter der Leitung unserer Landtagsabgeordneten Sabine Kurtz wurde der neue Vorstand gewählt.

Zu meiner großen Freude wurde ich einstimmig von allen Mitgliedern für die Dauer von zwei Jahre gewählt. Auch mein Vorstandsteam wurde mit sehr großer Mehrheit gewählt, so dass wir eine sehr gute Basis für die Arbeit der kommenden beiden Jahre haben. Meine Stellvertreter sind Rainer Stefanek, Karlheinz Kettgen und Christopher Stress; der neue Schatzmeister ist Felix Fischer und mit Luz Berendt haben wir einen sehr erfahrenen Schriftführer. Darüber hinaus wurden noch acht Beisitzer bestimmt.

Im Anschluss haben wir uns bei Butterbrezeln, Knabbereien und einem Schluck Wein oder auch gefiltertem Wasser (wir waren schließlich bei perma-trade zu Gast 😉 ) noch intensiv miteinander ausgetauscht und schon erste Ideen für die nächsten Aktivitäten gesammelt. In einigen Wochen werden wir uns zu unserer ersten Vorstandssitzung treffen und planen, wie wir die gute Arbeit von Oliver Zander und seinem Team erfolgreich fortsetzen können.

Aktion Kutterschaufel in Eltingen

Auch in diesem Jahr gab es wieder die Aktion „KUTTERSCHAUFEL – Putzete in Eltingen“. Eine ganze Reihe Leonberger Bürgerinnen und Bürger kommt an einem Samstagvormittag zusammen um Müll, der sich auf den Eltinger Straßen angesammelt hat, einzusammeln. Diesmal waren wir fast 60 Personen, obwohl zu Beginn gleich mal ein paar Schneeflocken vom Himmel fielen!

Die Stimmung ließen wir uns davon allerdings nicht verderben. Von Herrn Röckle und seinem Team perfekt vorbereitet gab es die nötigen Werkzeuge: Handschuhe, Greifzangen und natürlich Müllsäcke :-). Auch für das leibliche Wohl wurde gesorgt, doch dazu später …

Ich fand mich mit Oliver Zander in der Gruppe mit Frau Kolofon von der Lebenshilfe in Leonberg wieder (https://www.lebenshilfe-leonberg.de/). Gemeinsam mit drei Kindern und einer Mutter machten wir uns auf den Weg, Unser Bereich war der rund um den Kirchplatz. Wir starteten entlang der Carl-Schmincke-Straße und fanden schnell reiche Beute auf und neben dem Bürgersteig :-(. 

Auffallend waren die Reste von Zigaretten, die sich insbesondere in den Ritzen des Kopfsteinpflasters fanden. Leider waren diese Kippen mit den Zangen nur schwer zu greifen; gleichzeitig gab es so viele davon, dass wir beschlossen, sie liegen zu lassen, da wir sonst nicht einmal annähernd in der vorgesehenen Zeit von drei Stunden fertig geworden wären. Aber es gab genug weggeworfene Papiere, Verpackungen und auch das ein oder andere Plastikteil, so dass sich unsere Säcke nach und nach füllten; nur die Hundehäufchen ließen wir liegen …

Sich zu Fuß gemeinsam durch Eltingen zu bewegen, bot einerseits eine gute Möglichkeit, sich untereinander zu unterhalten, was mir durchaus einige interessante Einblicke hinter die Kulissen der Lebenshilfe eröffnete. Andererseits war es aber auch für mich überraschend, wie positiv viele der Eltinger reagierten, die uns beim Säubern begegneten. Dabei gab es viel moralische Unterstützung („wir finden es toll, dass Sie das machen“), aber es gab auch handfeste Hilfe wie Traubenzucker für die Kinder oder sogar, das Highlight: eine Spende für die Lebenshilfe!

Nachdem wir zwischendurch noch unsere vollen Säcke gegen leere getauscht hatten, kamen wir gegen 12 Uhr wieder zurück zum Kirchplatz. Dort hatten die Helfer um Herrn Röckle den Grill angeworfen und die Bratwürste waren bereits fertig zum sofortigen Verzehr. Die Würste wurden genauso wie auch die Getränke von großzügigen Sponsoren zur Verfügung gestellt.

So konnten die zahlreichen hilfreichen Hände mit dieser Unterstützung im Hintergrund tatsächlich einen tollen Säuberungseffekt erarbeiten. Und trotz des frischen Wetters haben wir uns bestens amüsiert und die drei Stunden waren ruck-zuck um. Ganz sicher werde ich auch im nächsten Jahr wieder bei der Aktion Kutterschaufel dabei sein :-).

Podiumsdiskussion in Warmbronn

Im evangelischen Gemeindehaus kamen mehr als 70 Bürgerinnen und Bürger zusammen, um sich über Warmbronner Anliegen zu informieren:

  • Altersgerechtes Wohnen
  • Optimaler ÖPNV für Warmbronn
  • Kindergartenerweiterung

Der Ortsverband, namentliche seine Vorsitzende, Frau Heidemarie Benz, hat dafür eine Reihe von Verantwortlichen und Experten eingeladen, die die jeweiligen Themen vorgestellt haben und dann in eine intensive Diskussion mit den Teilnehmern eingestiegen sind:

  • Dr. Ulrich Vonderheid, erster Bürgermeister der Stadt Leonberg
  • Helmut Noë, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Kreis und stellvertretendes Mitglied im Aufsichtsrat des VVS.
  •  Walter Kappus, Geschäftsführer von Kappus Reisen
  • Heidemarie Benz, Vorsitzende des Ortsverbands Warmbronn

In einer durchaus lebhaften Diskussion, die ich moderieren durfte, konnten die Experten einerseits ihr Wissen einbringen, wurden andererseits von den Teilnehmern gefordert und auch nicht von kritischen Fragen verschont.

Insgesamt konnten die Teilnehmer einiges Neues erfahren und auch einen Eindruck davon bekommen, dass die Themen oft sehr komplex sind. Was aber keine Entschuldigung sein kann, dass die Politik und auch die Verwaltung diese Themen nicht angehen!

Ein besonderer Dank geht an Frau Benz, die die Podiumsdiskussion sehr gtu vorbereitet hat und auch dafür sorgte, dass bei Gebäck noch das ein oder andere Viertele konsumiert wurde und so noch eine gute Gelegenheit für den direkten Austausch mit den Experten bestand; hier konnte noch so manche Frage, für die während der Podiumsdiskussion keine Zeit blieb, ausführlich diskutiert werden.

Warum bin ich Kandidat?

Ich wohne seit mehr als 20 Jahren in Leonberg, genauer in Warmbronn. Mit meiner Frau und meinem Sohn fühle ich mich sehr wohl hier und habe mich auch schon in der Vergangenheit engagiert: sie es im Schulelternbeirat am Johannes-Kepler-Gymnasium oder im Rotary-Club Leonberg-Weil der Stadt (als Verantwortlicher für den Jugendaustausch, als Präsident oder auch für die Öffentlichkeitsarbeit).

Als ich gefragt wurde, ob ich für die CDU für einen Sitz im Gemeinderat kandidieren möchte, musste ich daher nicht lange überlegen: zum einen interessiert mich sehr, wie das alles bei uns in Leonberg abläuft und andererseits engagiere ich mich gerne, um der Gesellschaft, die es gut mit mir gemeint hat, auch etwas zurückzugeben.

Deshalb habe ich mich dann auch für eine ernsthafte Kandidatur entschieden und den Listenplatz neun auf der CDU-Liste für den Gemeinderat erreicht (als absoluter Partei-Neuling bin ich damit durchaus zufrieden) sowie den ersten Platz auf der Liste für den Ortschaftsrats Wamrbronn erreicht (was mich besonders freut). Darüber hinaus bin ich gleich Mitglied bei der Mittelstandsvereinigung MIT der CDU geworden und möchte mich dort auch inhaltlich mit einbringen.