Die Europawahl

Die Ergebnisse der Europawahl vom letzten Sonntag waren für die CDU ziemlich erschütternd. Minus 7,4 %-Punkte, fast ein Viertel unserer Wähler ist uns verloren gegangen, das ist definitiv dramatisch. Schlimmer wird die Situation, wenn man sich noch genauer anschaut, in welchen Größenordnungen wir Wähler in den verschiedenen Altersgruppen verloren haben:

Je jünger, desto dramatischer die Verluste und desto geringer der Anteil an CDU-Wählern!

Wenn wir bei der letzten Europawahl noch 27% CDU-Wählerinnen und -Wähler in der jüngsten Gruppe hatten, so haben wir nun mehr als 55% davon verloren!! Und in der nächstälteren Gruppe sind es immer noch fast 40% weniger!. Das ist eine echte Katastrophe, die sich beileibe nicht nur durch die Ereignisse der Wochen, speziell das Video von Rezo, erklären lässt (Ich empfehle jedem CDU-Mitglied, sich dieses Video komplett anzuschauen! Das ist eine wesentliche Voraussetzung, um sinnvoll diskutieren zu können, wie es weitergehen soll. Und ja, das macht nicht wirklich Spaß, sondern tut echt weh!).

Natürlich gibt es eine ganze Reihe von Dingen, die wir besser machen müssen, nicht nur die Kommunikation mit den jungen Wählern. Hierfür benötigen wir eine intensive innere Diskussion, die in den nächsten Wochen und Monaten geführt werden muss. Hierzu werde ich mir auch intensiv Gedanken machen und sie bei Gelegenheit hier veröffentlichen.

DIe wesentlichen Punkte sind meiner Meinung nach :

  • Klimaschutz und Energie
  • Netzpolitik und Digitalisierung
  • Kommunikation mit den jungen Menschen in unserem Land (und das beinhaltet nach der oben stehenden Graphik gut die Hälfte unserer Bevölkerung)
  • die Entwicklung klarer Positionen
  • Konsequenz und ein stringentes Konzept bei der Umsetzung

Vor dem Hintergrund meiner Aktivitäten in der Mittelstandsvereinigung MIT ist auch noch die folgende Umfrage von großer Bedeutung: 71% der Befragten stimmten der Aussage zu, dass die CDU zu nah an der Wirtschaft sei. Andererseits sehen viele die Kompetenz für Wirtschaftsfragen eindeutig bei der CDU (47%) und auch bei der Frage, wer die besten Antworten auf die Fragen der Zukunft hat, haben uns die Grünen noch nicht überholt (18% gegenüber 17%). Hier müssen wir offensichtlich unser Profil noch etwas schärfen und insbesondere jeden Anschein von „Kungelei“ ausräumen.

Es gibt also noch viel zu tun …

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